A-Wurf 

Woche 1-4 04.02.-03.03.2022

In den ersten 32 Tagen der Trächtigkeit passiert fürs menschliche Auge sichtbar - nichts. Aber auch so gar nichts. Wer sehr ungeduldig ist, hat es richtig schwer.;-)

Natürlich könnte man vom Verhalten der gedeckten Hündin etwas ableiten. Wenn die Natur es nicht so geregelt hätte, dass, egal ob die Hündin gedeckt ist oder nicht, exakt der gleiche Hormonstatus vorliegt. Der Progesteronspiegel ist sowohl bei Naaja, als auch bei Lenya hoch, so dass beide schmusig, kuschelig, verfressen und träger sind, als sonst. Das ist die sogenannte Scheinträchtigkeit, die jede Hündin durchläuft. Die eine mehr, die andere weniger ausgeprägt. 

Ab ca. der 5. Woche nimmt die gedeckte Hündin, in unserem Fall die Naaja, dann (hoffentlich!!!!) an Umfang zu, das Gesäuge bildet sich aus und so einiges mehr.  Zur Sicherheit lassen wir ein Ultraschall in KW 10 machen, um die Trächtigkeit zu 100% bestätigen zu lassen. 

Insofern gibt es nicht viel zu berichten. Noch nicht....


 Fortsetzung Woche 1-4
Ich muss sagen, es stimmt, was gesagt wird. In den ersten Trächtigkeitswochen merkt man der Hündin kaum etwas an. Wobei das sicher von Hündin zu Hündin variiert. Kurz nach dem Deckakt kam mir Naaja abgeklärter vor. Sie hatte ja schließlich etwas erlebt, was Lenya nicht kennt. Sie wirkte erwachsener in unserem Rudel. Bzw., als wäre sie gewachsen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ab Woche zwei veränderte sich ihr Verhalten auf den Hunderunden. Auf einmal wich sie Hunden aus, mit denen sie vorher nie Probleme hatte, zeigte aber keinerlei Aggression. Die, die schon immer doof waren, blieben es auch. Aber es war deutlich zu merken, dass sie sich stärker an mir orientiert.
In Woche drei trat dann das ein, von dem ich schon gelesen hatte - ihr war übel und sie k… mir morgens vor die Füße. Selten habe ich mich über so etwas gefreut - wir sind trächtig!
Von da an war Naaja anzumerken, dass sie mehr Ruhe braucht und sie fraß schlechter.
Und ab Woche vier war ich mir dann sicher….das Gesäuge bzw. die Zitzen waren deutlich vergrößert. Auf jeden Fall vergrößert im Gegensatz zu Lenyas Gesäuge. Bauch angrabbeln und vergleichen ist meine neue Passion geworden.
Und ab Tag 28 fühlte ich dann eine leichte Wölbung in Naajas sonst sehr schmalen Taille.💝

Am 07.03.2022 haben wir den Ultraschall machen lassen….

Und siehe da, wir erwarten Anfang April die süße Bärenbande von der Burbek. Wir freuen uns riesig und sind schon mächtig gespannt.


Woche 5    04.03.-11.03.2022

Die 5. Trächtigkeitswoche begann ja genau genommen schon am 04.03.

Nach dem positiven Ultraschallbefund waren wir überglücklich. Nach dem leider fehlgeschlagenen Versuch in 2020 soll es nun tatsächlich wahr werden: Es wird kleine Burbeker geben!

Naaja ist merklich ruhiger geworden, immer ganz bei mir, sucht häufig meinen Blick. Als wolle sie fragen ob das alles so ok ist. Darum hat sie seit dieser Woche beim Mantrailing Mutterschutz. Denn auch da versichert sie sich häufiger mit Blicken bei mir, ob sie das richtige macht. Und so soll es ja nicht laufen. Sie soll mit Spaß an der Sache mitmachen und nicht nur trailen, weil ich das gerne so möchte. Also darf sie aussetzen. 

Ganz goldig ist es am Morgen, wenn ich herunterkomme. Beim morgendlichen Begrüßungskrauli hält sie mir meistens das Bäuchlein hin (ganz nackt durch die Rasur für die US-Untersuchung) und ich darf es dann streicheln. Und die kleinen Burbeker begrüßen. :)) Herrlich. Ich freue mich schon auf den Moment, in dem die ersten Bewegungen zu spüren sein werden.

Seit dieser Woche haben wir das Futter angepasst. Naaja bekommt jetzt Welpenbarf und etwas mehr Futter, als gewöhnlich. Denn jetzt fangen die kleinen Raupen in ihrem Bauch an richtig zu wachsen und brauchen viele Proteine. Zusätzlich ernähren sie sich von Glucose, die wiederum aus Kohlehydraten gebildet wird. Darum bekommt Naaja zusätzlich eine extra Portion gekochter Vollkornnudeln, die sie schon immer gern gefressen hat. 

Ihr Appetit ist wieder voll da. Sobald ihr Napf in Windeseile geleert wurde, legt sie sich daneben und wartet, bis Lenya fertig ist. In der Hoffnung, aus deren Napf noch ein paar Krümel herausputzen zu können.


Diese Woche hatten wir Besuch von Balou, Naajas Jugendliebe. Da war allerdings deutlich zu erkennen, dass sie ihn momentan alles andere als toll findet. Er wurde angeknurrt und mit einem deutlichen Bellen auf Abstand gehalten. Der arme Kerl wusste gar nicht, wie ihm geschieht. Sonst war Naaja ihm gegenüber immer äußerst zugewandt. Und hätten die zwei in der Vergangenheit gedurft, wie sie wollten....wer weiß ;-))) Aber das wird sich wieder einrenken, sobald die Hormone nicht mehr dazwischenfunken.

Naaja schläft weiterhin viel. Es ist jetzt aber deutlich zu erkennen, dass der Bauch schon gewachsen ist. Denn sie liegt nun nicht mehr zusammengerollt sondern hat die Beine ausgestreckt. Aus Platzgründen ;-) Das Pläutzchen ist halt schon etwas strammer. Spaziergänge bringen ihr weiterhin viel Spaß und sie schnüffelt gemeinsam mit Lenya äußerst ergiebig und die zwei genießen mit mir gemeinsam das tolle Vorfrühlingswetter. Wir sind gespannt, welche Veränderungen es von der 6. Woche zu berichten geben wird.



 Woche 6    11.03.-18.03.2022


Die Zeit rast förmlich dahin. Und es wurden schon einige, wichtige Vorbereitungen getroffen. Da Jens am Mittwoch für drei Wochen zur Reha gefahren ist, mussten die wichtigsten Dinge vor der Geburt schon mal erledigt werden.


Da musste zum Einen eine Tür fürs zukünftige Wurfzimmer eingebaut werden  - die ursprüngliche Zimmertür haben wir vor einiger Zeit entsorgt, da wir sie nicht mehr benötigt haben.


Und das zweite war die Wurfkiste…. da die Welpen durchaus früher als geplant zur Welt kommen können, muss diese stehen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass Jens nicht da sein wird, um die Kiste rechtzeitig vor der Geburt aufzubauen, ist nicht gerade gering.;) 


Also hieß es einen Ausflug zur Eurasierzuchtstätte von der Milchstraße zu machen. Ilona und Gerd leihen uns viele wichtige Utensilien. Und stehen uns immer mit Rat und Tat zur Seite. Dafür sind wir den beiden unendlich dankbar.  Ich weiß noch gar nicht, wie wir das wieder gut machen können. Mit einmal Welpen knuddeln ist das nicht getan ;-)
Also, das Wurfzimmer steht nun schon in den Startlöchern, auch wenn das noch viel zu früh ist.


Naaja bekommt nun drei mal täglich Futter. Der Platz in ihrem Bauch wird von Tag zu Tag weniger. Da ist es gut, wenn das Futter über mehrere Mahlzeiten verteilt aufgenommen wird.
Witzigerweise sind beide Hundemädels vorher nie dazu zu bewegen gewesen, mehrere Mahlzeiten zu fressen.
Jetzt ist das, zumindest für Naaja, überhaupt kein Thema.


Die Spaziergänge werden so langsam ruhiger. Klar ist sie immer noch sofort da, wenn wir auf den Runden Katzen, Eichhörnchen oder Hasen sehen. Aber das hält dann nicht lange an. So langsam wird es beschwerlicher.
Ich bin schon sooooo gespannt auf die 7. Woche. Ab ca. Mittwoch kann man die Bewegungen der Welpen im Bauch spüren.


Endspurt….

Die letzten Wochen sind für uns vergleichsweise unspektakulär.
Naajas Bauch wächst, sie frisst und das sehr gut. Wir haben mittlerweile ein Dosenfutter gefunden, welches sie gut frisst (es gibt Sorten, die lässt sie auch jetzt links liegen) und was dann auch anständig wieder herauskommt….
Aber am liebsten ist ihr immer noch Barf. Trockenfutter wird allenfalls mal geknabbert, aber eine vollwertige Mahlzeit ist das nicht mehr für sie. Mutti braucht Fleisch! Und Snacks sind jederzeit mehr als gern willkommen. :))


Das Wurfzimmer ist fertig und wartet auf seine Insassen. Auch für den zukünftigen Welpenbereich ab der 4. Woche steht schon alles parat.
Sobald Jens wieder zu Hause ist, darf er sich dann mit der Einrichtung dessen beschäftigen. Und mit der Fertigstellung des Welpengartens.


Ich kann ganz feine Bewegungen in Naajas Bauch erahnen. Das wird von Tag zu Tag etwas mehr. Erste Kontakte sind also bereits geknüpft worden.
Es ist faszinierend, was die Natur in der Kürze der Tragezeit alles vollbringt. Die Haare um die Zitzen herum an Naajas Bauch fallen aus, so dass diese schön frei liegen und die Welpen von der ersten Minute an ohne Fusseln im Schnäuzchen saugen können.
Der Bauch selbst fühlt sich jetzt an wie eine kleine Wassermelone, wenn ich beide Hände von außen versuche um den Bauch zu legen. Jens war am Wochenende schon erschrocken, wie der Umfang doch zugenommen hat in den anderthalb Wochen, in denen er Naaja nicht gesehen hat.
Mal schauen, wie viel mehr das noch werden wird.
Tagesaktuelle Bilder gibt es immer wieder in meinem WhatsApp Status. Schaut immer gerne rein.
Und nun heißt es wirklich - ENDSPURT!

Das nächste Update kommt dann hoffentlich mit vielen Bildern von süssen, kleinen Bärchen vor Naajas Bauch. 



 

Die Geburt


Naaja war in der letzten Trächtigkeitswoche trotz der wachsenden kleinen Babymurmel putzmunter. Am Sonntag fuhr ich am Vormittag mit den beiden Hunden in unseren Lieblingswald und machte mit ihnen einen ausgiebigen Spaziergang. Naaja gab das Tempo vor, witzigerweise war sie diejenige, die immer vorweg lief. Also keine Spur von Schwangerschaftsträgheit wie auf den Runden bei uns im näheren Umfeld. In Wald und Moor ist einfach verlockend viel Wild unterwegs. Das hält munter.
Sonntag Nachmittag setzte dann die Eröffnungsphase bei Naaja ein. Sie schlief nicht mehr so viel, wechselte ständig die Liegeplätze und als sie dann am späten Nachmittag nach oben ging und sich in die Wurfkiste legte war klar - es geht los.
In der Fachliteratur ist immer wieder zu lesen, dass die Eröffnungphase ca 6-36 Stunden dauert. Also stellte ich mich nach einer fast durchwachten Nacht von Sonntag auf Montag darauf ein, dass es bald losgehen kann. Am Montag passierte aber noch nichts. Außer dass Naaja sehr viel hechelte (und das ist Nachts drei mal so laut wie tagsüber!!!)
Also hatten wir von Montag auf Dienstag wieder eine sehr kurze Nacht. Gegen 2 wurde ich wach - immerhin hatte ich vier Stunden Schlaf - und konnte dann aber auch nicht wieder einschlafen. Also stand ich auf, nahm Naaja aus der Wurfkiste mit (Bewegung fördert auch bei Hundemüttern die Wehentätigkeit) und fing an zu backen…
Am Montag und auch am Dienstag übernahmen meine Freundinnen Jutta und Norma die Runden mit Lenya, da ich Naaja (in Erwartung der bald einsetzenden Geburt) nicht alleine lassen wollte.
Und Dienstag Mittag, nach rund 48 Stunden, war es endlich soweit - das erste Fruchtwasser ging ab. Was war ich aufgeregt! Schließlich sollte nun innerhalb 30 Minuten der erste Welpe kommen.
Ich unterstützte Naaja, in dem ich sie lobte, ihr über den Rücken strich, sobald sie anfing zu pressen, wieder lobte… Nichts geschah. Nach kurzem beratschlagen mit Ilona und Ulrike rief ich also nach zwei Stunden in der Tierklinik in Wasbek an und schilderte Naajas Not. Zur Sicherheit bestellte man uns ein und es wurde alles untersucht. Einmal wurde geröngt um zu sehen, ob sich bereits Welpen im Geburtskanal befinden. Dann wurde ein Ultraschall gemacht um zu sehen, ob alle Herzen kräftig schlagen. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte man gleich einen Kaiserschnitt durchgeführt.
Zusätzlich wurde nachgesehen, wie weit der Muttermund geöffnet ist und es wurde ein Blutbild gemacht um zu testen, ob es irgendwelche Mängel gibt. Es war glücklicherweise alles in Ordnung!
Also fuhren wir wieder nach Hause in der Hoffnung, dass es bald weitergeht!
Um 19:14 wurde dann endlich der erste Welpe geboren! Nach 8 Stunden Presswehen….
Was war die Freude groß, bei Naaja und auch bei mir. Jetzt werden die restlichen Welpen sicher zügig auf die Welt kommen, denn hat der erste Welpe den Weg erst mal frei gemacht, rutschen die anderen zügig nach… heißt es. Als nach zwei Stunden kein weiterer Welpe geboren war, rief ich wieder in der Tierklinik an. Nach kurzem Beratschlagen machte ich mich mit Naaja, dem Welpen und meiner Freundin Norma auf den Weg in die Tierklinik.
Ich machs kurz. Es war eine Horrornacht. 
Der zweite Welpe kam um 23:03 zur Welt. Dann 23:26 der nächste.Und dann 1 Uhr, 2:15 Uhr, 2:30, 5:50 und nach langem bangen, ob er überhaupt noch lebt, um 9:30 der letzte Welpe.
Naaja hat alles so tapfer ertragen. Sie wurde 4x geröngt, 4 x geschallt, mehrfach wurde Blut abgenommen um die Werte im Auge zu behalten. Sie strengte sich in den Presswehen unwahrscheinlich an. Trotz aller Strapazen machte sie so toll mit, lies die Tierärzte ihren Job machen, ohne auch nur einen Hauch böse zu werden. Machte wunderbar mit, wenn ich sie in den Presswehen unterstützte. Kurzum, ich bin unendlich stolz darauf, was Naaja geleistet hat. 
Die nun eine zauberhafte Hundemutter von zwei Eurasiermädels und 6 Eurasierjungs ist. Dem A-Wurf von der Burbek. Alle gesund, sie trinken die gesunde Muttermilch, als würde es kein Morgen geben. Und Naaja bekommt leckeres Welpenfutter, zur Unterstützung in der Rekonvaleszenz Aufzuchtmilch. Und alles, was sie gerne mag.

Ich danke Ilona und Ulrike, die mir mit ihren Erfahrungen jederzeit zu Seite standen und mich mit viele Tipps unterstützt haben.
Und Jutta und Norma, die sich um Lenya gekümmert haben, mich versorgt haben und uns vor allem durch die lange Nacht der Geburt begleiteten.

Und natürlich dem Team der Tierklinik Wasbek, das uns äußerst fachkompetent unterstützte. 


Und weiter gehts im Aufzuchttagebuch💝